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VelinStyle 1.1.0 veröffentlicht. Zwei Monate Arbeit für zwei neue Komponenten? Nicht ganz.

VelinStyle 1.1.0 veröffentlicht. Zwei Monate Arbeit für zwei neue Komponenten? Nicht ganz.

Wer ein Changelog liest, sieht oft nur die Überschriften. "Zwei neue Komponenten." "Ein paar Bugfixes." "React verbessert." Klingt nach einem kleinen Update. Die Realität sieht meist anders aus.

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Wer ein Changelog liest, sieht oft nur die Überschriften.

"Zwei neue Komponenten."

"Ein paar Bugfixes."

"React verbessert."

Klingt nach einem kleinen Update.

Die Realität sieht meist anders aus.

VelinStyle 1.1.0 hat mich fast zwei Monate Arbeit gekostet. Dabei ging es nicht darum, möglichst viele neue Funktionen einzubauen. Mein Ziel war es, das Framework an den Stellen zu verbessern, die Entwickler im Alltag wirklich spüren.

Neue Komponenten mit Fokus auf Accessibility

Mit Version 1.1.0 kommen zwei neue Web Components hinzu.

velin-data-table

Tabellen gehören zu den Komponenten, die oft unterschätzt werden. Sortierung, Filterung und Pagination lassen sich zwar schnell zusammenbauen, barrierefrei wird es aber deutlich anspruchsvoller.

Die neue velin-data-table bringt unter anderem:
  • Sortierbare Spalten
  • Text-, Zahlen- und Datumsfilter
  • Optionale Pagination
  • Live-Ankündigungen für Screenreader
  • Unterstützung für bestehende HTML-Tabellen durch Progressive Enhancement
  • WCAG-konforme Bedienung mit Tastatur und Screenreader
Die Tabelle arbeitet mit normalem HTML und erweitert vorhandene <table>-Elemente, anstatt sie komplett zu ersetzen.

Formulare, die verständlich Fehler erklären

Die zweite große Neuerung ist velin-form-summary.

Jeder kennt es.

Man klickt auf "Absenden" und der Browser zeigt irgendwo eine kleine Fehlermeldung an. Das erste ungültige Feld bekommt den Fokus, aber bei mehreren Fehlern beginnt die Suche.

velin-form-summary löst dieses Problem.

Die Komponente sammelt alle Validierungsfehler in einer übersichtlichen Liste, verknüpft sie automatisch mit den jeweiligen Eingabefeldern und unterstützt Tastatur- sowie Screenreader-Navigation. Fehler verschwinden automatisch, sobald sie behoben wurden.

Damit deckt VelinStyle nun auch wichtige Anforderungen aus WCAG 2.2 für Fehlererkennung und Fehlerhinweise ab.

React ist jetzt vollständig integriert

Bisher deckte das React-Paket nur einen Teil der Web Components ab.

Mit Version 1.1.0 werden jetzt alle 38 kanonischen VelinStyle-Komponenten unterstützt.

Zusätzlich wurden die Wrapper vollständig überarbeitet.
  • TypeScript-Typen
  • korrekte Behandlung von Boolean-Attributen
  • Objekte und Arrays werden als Properties übergeben
  • automatische Zuordnung von Custom Events
Dadurch fühlen sich die Web Components in React deutlich natürlicher an.

Die unsichtbaren Verbesserungen

Der größte Teil dieses Releases steckt allerdings an Stellen, die man später kaum noch wahrnimmt.

Ein gutes Beispiel ist der neue Release Sync Guard.

Bisher bestand immer die Gefahr, dass irgendwo noch eine alte Versionsnummer oder eine veraltete Komponentenanzahl in der Dokumentation auftaucht.

Ab sofort prüft VelinStyle automatisch:
  • Dokumentation
  • Badges
  • Changelog
  • JSON-LD
  • CLI
  • npm-Versionen
  • CDN-Versionen
  • generierte Dokumente
  • Komponentenanzahl
Stimmt etwas nicht mehr überein, schlägt die CI fehl.

Das klingt nach einer kleinen Änderung. Tatsächlich spart sie bei jedem zukünftigen Release Zeit und verhindert Fehler, die sonst leicht übersehen werden.

Viele kleine Verbesserungen

Neben den großen Neuerungen enthält Version 1.1.0 außerdem:
  • neue Syntax-Highlighter für Python, YAML, Go und Rust
  • automatische Versionssynchronisation der Demo-Projekte
  • bessere Build-Prozesse
  • neue CI-Prüfungen
  • Korrekturen in der Dokumentation
  • kleinere Fehlerbehebungen

Warum nur ein Minor Release?

Version 1.1.0 führt keine Breaking Changes ein.

Bestehende Projekte funktionieren weiterhin unverändert. Selbst ältere Aliase wie <velin-tooltip-wc> oder <velin-stepper-wc> bleiben vorerst erhalten, damit bestehender Code nicht angepasst werden muss.

Ein kleiner Blick hinter die Kulissen

Wer schon einmal ein Framework entwickelt hat, kennt das Phänomen.

Am Anfang denkt man:

"Ich baue noch schnell zwei Komponenten."

Ein paar Tage später schreibt man plötzlich Generatoren, CI-Prüfungen, Dokumentations-Skripte und fragt sich, warum aus zwei Komponenten über Nacht ein halber Release-Prozess geworden ist.

Die Komponenten waren am Ende vermutlich der einfachste Teil.

Wie geht es weiter?

VelinStyle 1.1.0 bildet eine stabile Grundlage für die nächsten Entwicklungsschritte.

Für den Moment steht jedoch etwas anderes auf dem Plan: Das Framework darf erst einmal durchatmen. Nach zwei Monaten Entwicklung warten bereits die nächsten Projekte im Velin-Ökosystem.

Und falls sich jemand fragt, warum Open-Source-Projekte manchmal länger für ein Release brauchen:

Man verbringt erstaunlich viel Zeit damit, dafür zu sorgen, dass später niemand merkt, wie viel Arbeit tatsächlich darin steckt.

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